DANIEL KAHN

SONNTAG | 29.08.2021

JIDDISCHE MUSIK

Daniel Kahn, geboren in Detroit (USA), stammt aus einer jüdisch-amerikanischen Familie und ist Musiker, Schauspieler und Theater-Regisseur.

Nach Aufenthalten in New Orleans und New York zog er 2005 nach Berlin, wo er am Maxim-Gorki-Theater für mehrere Stücke die Musik komponierte.  Seit 2021 lebt er in Hamburg-Harburg auf einem Wohnschiff.

Seine ersten vier bei Earthwork Music erschienenen Alben sind eher den Genres Folk und Singer-Songwriter zuzuordnen. Die nach seinem Umzug nach Deutschland entstandene Musik, vor allem die Alben seiner Band The Painted Bird, ist eine eklektische Mischung aus Klezmer, Punk, Folk und Singer-Songwriter. Sie wird von Kahn selbst als „Verfremdungsklezmer“ bezeichnet. Einige Liedtexte sind von Kahn geschrieben, viele sind jedoch Adaptationen von Gedichten und Liedern jüdischer Autoren (z. B. Mordechaj Gebirtig), oft mit sozial-politischer Thematik. Auch singt Kahn Lieder von Franz Josef Degenhardt (Die alten Lieder), Heinrich Heine (Die alten bösen Lieder), Bertolt Brecht (Judenhure Marie Sanders und Denn wovon lebt der Mensch?) und Kurt Tucholsky (Rosen auf den Weg gestreut) sowie eine Jiddisch-Version des Klassikers Lili Marleen. 2016 übersetzte er Leonard Cohens Hallelujah ins Jiddische, das er seitdem gelegentlich bei Konzerten singt. Das Lied wird im Netflix-Film Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse verwendet. 2019 erschien ein gemeinsames Album mit Vanya Zhuk, auf dem Kahn auf Englisch nachgedichtete Versionen von Liedern von Bulat Okudschawa singt (Bulat Blues). (aus: Wikipedia.org)

Fotokredit: Oleg Farynyuk.